Die Nationale Initiative Kurdistans legt ihrer Arbeit die folgenden Prinzipien zugrunde.
01Nationale Einheit
Sie zielt auf die Stärkung der nationalen Einheit der kurdischen Nation; sie ermutigt politische Parteien, zivilgesellschaftliche Organisationen, Intellektuelle, Akademiker, Künstler, Frauen und Jugendliche, sich auf einem gemeinsamen nationalen Boden zu treffen.
02Dialog und Verständigung
Sie gründet auf der Entwicklung einer Kultur des Dialogs, der Solidarität, der Verständigung und des gemeinsamen Kampfes zwischen den kurdischen politischen und gesellschaftlichen Strukturen; sie lehnt inneren Konflikt und Spaltung ab.
03Unabhängigkeit und Inklusivität
Sie handelt nicht als Verlängerung oder Alternative irgendeiner Partei; sie nimmt eine unabhängige, unparteiische und inklusive nationale Haltung ein, die allen nationalen Kreisen in gleicher Distanz gegenübersteht.
04Selbstbestimmungsrecht
Sie erkennt die gemeinsamen nationalen Interessen der kurdischen Nation, ihren gemeinsamen Willen und ihr Recht, ihre Zukunft frei zu bestimmen, als Grundprinzip an.
05Solidarität zwischen den Landesteilen
Sie strebt die Stärkung der kulturellen, gesellschaftlichen und demokratischen Solidarität zwischen den Kurden aller vier Teile Kurdistans an; die Entwicklung des nationalen Bewusstseins und des gemeinsamen Zugehörigkeitsgefühls.
06Sprache und kulturelles Erbe
Sie betrachtet den Schutz und die Entwicklung aller kurdischen Dialekte als nationale Verantwortung; für die verbreitete Nutzung und das Erlernen des Dımilkî/Kırdkî-Dialekts setzt sie sich besonders ein.
07Aktive Teilhabe
Sie würdigt die Rolle von Frauen, Jugendlichen, Intellektuellen und Akademikern beim Aufbau des nationalen Bewusstseins; sie unterstützt deren aktive Teilhabe an Entscheidungsmechanismen und gesellschaftlichen Prozessen.
08Grundfreiheiten
Sie zählt Glaubens-, Gedanken- und Meinungsfreiheit, Pluralismus, demokratische Teilhabe und Transparenz zu den unverzichtbaren Prinzipien des gesellschaftlichen Lebens.
09Bewusstsein für einen Nationalkongress
Sie betrachtet es als historische Verantwortung, zur Entwicklung eines demokratischen, institutionellen und inklusiven Nationalkongress-Bewusstseins beizutragen, das den gemeinsamen Willen der kurdischen Nation widerspiegelt.
10Grenzen der Zusammenarbeit
Sie pflegt Solidarität mit kurdistanischen Parteien, Plattformen und Formationen und bei Bedarf gemeinsame Arbeit. Mit politischen Strukturen jedoch, die keine klare Distanz zu den kolonialistischen Regimen und ihren Kollaborateuren wahren, entwickelt sie keinerlei Partnerschaft.
11Internationale Vertretung
Sie setzt sich die Bildung einer legitimen „Nationalen Vertretungsdelegation“ als strategisches Ziel, die die kollektiven Rechte der kurdischen Nation auf internationale Plattformen trägt.
12Minderheitenrechte und pluralistische Ordnung
Sie strebt die verfassungsmäßige Sicherung der Rechte der ethnischen, religiösen und kulturellen Minderheiten Kurdistans an — eine inklusive politische Gesellschaft auf der Grundlage gleicher Bürgerschaft und gegenseitigen Respekts.
13Maßstab der Legitimität
Als Nationale Initiative Kurdistans erkennen wir kein Parlament als legitim an, das die kollektiven Rechte unserer Nation nicht anerkennt, und betrachten Wahlen zu solchen Parlamenten nicht als unsere Agenda.